{"id":3699,"date":"2011-03-18T00:06:29","date_gmt":"2011-03-17T23:06:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.goingeast.de\/?p=3699"},"modified":"2011-03-18T20:57:02","modified_gmt":"2011-03-18T19:57:02","slug":"reisebericht-dschungel-report-mirador-guatemala","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.mykop.de\/?p=3699","title":{"rendered":"Reisebericht: Dschungel-Report; Mirador, Guatemala"},"content":{"rendered":"<p>Gesagt, getan, gebucht. In Flores (Guatemala), einer kleinen h\u00fcbschen Insel auf einem See, unweit von Tikal entfernt, angekommen, buchten wir bei einer lokalen Reiseagentur eine 4-Tage-Wanderung nach Mirador, eine bisher nicht touristisch zug\u00e4ngliche Mayastadt im Herzen der Urwaldes. Prachtst\u00fcck dieser Anlage ist die gr\u00f6\u00dfte Pyramide der Mayawelt.<\/p>\n<p> <!--more--><\/p>\n<p>Am Sonntag brachen wir in aller Fr\u00fche mit einem &quot;Mircobus&quot; nach &quot;Carmelita&quot; auf, von dort sollte unsere Wanderung starten. Auf dieser Fahrt bekamen wir bereits einen Vorgeschmack darauf, wie schlecht die Anlage\/Stadt tats\u00e4chlich zu erreichen war. Es gestaltete sich gef\u00e4hrlich holprig und eng (weitere 8 Personen waren nebst mir und Antonio an Bord), auf der R\u00fcckfahrt war dann auch ein Reifenwechsel f\u00e4llig. In Carmelita angekommen st\u00e4rkten wir uns erstmal mit einem Fr\u00fchst\u00fcck, bevor wir dann zur ersten f\u00fcnfst\u00fcndigen Wanderung aufbrachen.<\/p>\n<p>Das Gep\u00e4ck wurde von Pferden und Eseln getragen, dennoch nahmen wir nur das n\u00f6tigste mit. Wir selbst waren mit einer Tagesration bewaffnet, ein paar Kekse sowie Wasser. Mehr als das sollte nicht notwendig sein und stellte sich als richtige Entscheidung heraus. Ganz und gar nicht in Form, wurden der unebebene Waldboden, die Hitze und Luftfeuchte, stetige Auf- und Abstiege bald zum Anstrengungsakt. Am Ende des ersten Tages wurde am Lagerfeuer einfaches Essen zubreitet, was himmlisch schmeckte. \u00dcbernachtet wurde auf d\u00fcnnen Isomatten in Zelten, welche freien Blick auf den Himmel erlaubten. Die Sternenpracht weit abseits jeglicher &quot;Lichtverschmutzung&quot; war atemberaubend, sowie auch der Sonnenuntergang, beobachtet von einer nahegelegenen Mayapyramide, \u00fcber den Baumkronen des ewig weiten Tropenwaldes. Einige Affen stimmten von nah und fern mit Geschrei und Get\u00f6se ein, lie\u00dfen uns von ihrer Pr\u00e4senz wissen. Die Anstrengung der Wanderung steckte uns tief in den Knochen und so schliefen wir meist gegen 8 Uhr abends ein, p\u00fcnktlich geweckt vom morgendlichen Affenget\u00f6se &#8211; oder in meinem Fall, mehrfach durch Affengeschrei und pl\u00f6tzlich auftretender K\u00e4lte. Morgens Fr\u00fchst\u00fcck vom Lagerfeuer, Wanderstiefel geschn\u00fcrrt und auf zu weiteren 7 Stunden Wanderung &#8211; Mirador wartete. Die Stadt selbst ist nur \u00fcber Waldwege erreichbar, Stra\u00dfen oder \u00e4hnlich gibt es bisher noch nicht. Auch sind viele der Geb\u00e4ude noch nicht freigelegt, da die Arbeit der Spezialisten sehr m\u00fchsam und kostspielig ist. In Mirador angekommen, legten wir unn\u00f6tiges Gep\u00e4ck im Lager ab und machten uns auf zum &quot;Dante&quot;, der gr\u00f6\u00dften Pyramide, auf die jeder gespannt war. Die Gr\u00f6\u00dfe der Plattform und Pyramiden ist sehr beeindruckend und kann mit Worten und Fotos nicht recht wiedergegeben werden. Man sollte sich selbst ein Bild davon machen, zumal augenblicklich eher Forschungsarbeiten als F\u00fchrungen stattfinden, was seinen eigenen Reiz hat. Auch &quot;Dante&quot; ist nicht komplett freigelegt, sodass man nur vermuten kann, wie viel noch verborgen liegt. Bevor wir aber die h\u00f6hste Pyramide erklimmen konnten, wurden wir von einem Rudel Affen \u00fcberrascht und so lie\u00dfen wir uns f\u00fcr einige Augenblicke von ihrem L\u00e4rm und Schauspiel ablenken. Auf dem h\u00f6chsten Punkt angekommen, erwarteten wir gespannt den Sonnenuntergang und genossen solange den unglaublichen Ausblick \u00fcber gr\u00fcne Baumkronen, von Horizont zu Horizont. Ein kleiner Punkt am Horizont markierte die Pyramide von der aus wir am Vortag den Sonnenuntergang genie\u00dfen konnten. Die Entfernung die wir an einem Tag zur\u00fcckgelegt hatten, \u00fcberraschte auch uns. Nebst dieser Tatsache, hatte uns die Natur erneut verzaubert und wir waren auf&#8217;s neue begeistert. In Summe begegneten wir einigen Affen, Schlangen, Spinnen, verschiedenen V\u00f6geln und auch Skorpionen. Dieses lie\u00df den Schlaf jedoch nicht weniger tief ausfallen- die Ersch\u00f6pfung macht es. Interessant war auch, als unser Dschungelf\u00fchrer sein Messer rausholte und ein Tarantelnest aufschnitt, um uns die respekteinfl\u00f6\u00dfende Spinne zu zeigen.<\/p>\n<p>Weiterhin empfanden wir unser eigenes Verhalten interessant. Am ersten Tag wanderten wir ca. 5 Stunden bis zum Zeltlager und zogen es dann doch vor, nicht zu duschen, statt T\u00fcmpelwasser (die einzige Wasserquelle) zu benutzen. Die Hoffnung lag zu diesem Zeitpunkt auf &quot;Mirador&quot;, das geheimnisvolle Ziel versteckt im Dschungel, was sich jeder anders ausmalte. In meiner Phantasie waren es immense Geb\u00e4ude, nebst Coca Cola-Automaten, sowie luxori\u00f6se Duschen. Pustekuchen. Von Cola keine Spur, auch nicht nachdem Antonio und ich die Wachen mit Rum und Zigaretten bestochen hatten. Die Dusche entpuppte sich als Eimer gef\u00fcllt mit Wasser, gleichzeitig die gro\u00dfartigste Dusche der Welt. Nach zwei Tagen und vielen Stunden der Wanderung durch mal luftfeuchtes, mal staubiges Terrain, war das Gef\u00fchl von flie\u00dfendem Wasser schichtweg genial. Die Urwaldger\u00e4usche und der Sternenhimmel taten ihr \u00fcbriges. Der R\u00fcckweg war nat\u00fcrlich nicht k\u00fcrzer, somit waren erneut 7 und 5 Stunden Wanderung an der Tagesordnung. Auch hier schliefen wir, wie auf dem Hinweg in der N\u00e4he des besagten T\u00fcmpels, welcher pl\u00f6tzlich, nach drei Tagen in der Wildnis unglaublich verlockend und schlu\u00dfendlich auch erfrischend war. Wir haben und herrlich ausgetobt und es f\u00fchlte sich an, wie die erste Dusche nach Wochen. Erstaunlich, wie schnell man seine Meinung doch \u00e4ndern kann.<\/p>\n<p>Schlu\u00dfendlich war es ein gro\u00dfartiger Trip und vorallem dann zu empfehlen, wenn man Natur, \u00dcbernachtung im Freien, Maya-Interesse und bisher noch nicht erschlossene Funde kombinieren m\u00f6chte. Ich w\u00fcrde jedoch empfehlen die in Flores angebotenen 5 bzw. 6-Tages-Trips zu nehmen. In Summe &quot;qu\u00e4lt&quot; man sich vielleicht einige Stunden mehr durch den Urwald, hat somit jedoch garantiert mehr Zeit f\u00fcr die eigentlichen Maya-St\u00e4tten, die bei uns vielleicht ein wenig kurz kamen. F\u00fcr mich war dieses nicht so schlimm, da vieles ohnehin noch nicht komplett ausgegraben und freigelegt wurde und ich ohnehin schon Palenque (Mexiko) und Tikal (Guatemala), nebst anderen, kleineren St\u00e4tten bewundern durfte. Auch empfiehlt sich eine gr\u00fcndliche (Internet)Recherche vorab, damit man die richtige Ausstattung (nichts gravierendes, jedoch einige n\u00fctzliche Dinge) mitnimmt und sich gewissen Situationen vereinfachen kann.<\/p>\n<p>In Summe ein Erlebnis, welches ich nicht missen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Peace &amp; Gru\u00df aus (mittlerweile) Honduras &#8211;<br \/>Kop ***<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesagt, getan, gebucht. 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