{"id":824,"date":"2009-02-01T22:09:33","date_gmt":"2009-02-01T21:09:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.goingeast.de\/?p=824"},"modified":"2009-02-01T22:09:33","modified_gmt":"2009-02-01T21:09:33","slug":"martin-carrier","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.mykop.de\/?p=824","title":{"rendered":"Martin Carrier"},"content":{"rendered":"<p>Pleug und ich haben uns am Freitag einen Vortrag von ihm angeh\u00f6rt. Sehr nice!!!<br \/>\n&#8212;-<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"pic\" src=\"  http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/philosophie\/personen\/carrier\/CARRIER_13.JPG\" alt=\"\" width=\"555\" height=\"371\" \/><\/p>\n<p>uni bielefeld:<\/p>\n<h3>Wissenschaftlicher Steckbrief<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/images\/all\/shim.gif\" border=\"0\" alt=\"\" vspace=\"0\" width=\"1\" height=\"6\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/images\/all\/1pixdkl_grau.gif\" border=\"0\" alt=\"\" vspace=\"0\" width=\"400\" height=\"2\" \/><\/h3>\n<div class=\"fliesstext\">Mein Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Wissenschaftsphilosophie. Meine zentralen Forschungsanliegen sind im Umkreis der Frage angesiedelt, wie Wissenschaft in epistemischer Hinsicht funktioniert. Dabei strebe ich eine enge Verzahnung von wissenschaftstheoretischer Argumentation und den tats\u00c3\u00a4chlichen Abl\u00c3\u00a4ufen in der Forschungspraxis an. Besonders intensiv habe ich mit mich mit den Problembereichen \u00e2\u20ac\u017eTheorienwandel in den Wissenschaften\u00e2\u20ac\u0153 und \u00e2\u20ac\u017eintertheoretische Beziehungen\u00e2\u20ac\u0153 befasst; gegenw\u00c3\u00a4rtig liegt mein Forschungsschwerpunkt beim Thema \u00e2\u20ac\u017eWissenschaft im Anwendungskontext\u00e2\u20ac\u0153.<\/div>\n<div class=\"fliesstext\">In den ersten thematischen Brennpunkt geh\u00f6ren Untersuchungen zur Theoriendynamik, insbesondere zu den methodologischen Kriterien, die Theoriewahlentscheidungen anleiten, sowie Studien zur Kontinuit\u00c3\u00a4t des begrifflichen und inhaltlichen Theorienwandels. \u00e2\u20ac\u017eInkommensurabilit\u00c3\u00a4t\u00e2\u20ac\u0153 ist ein wichtiges Thema aus dem ersten Bereich, die Frage des \u00e2\u20ac\u017ekonvergenten Fortschritts\u00e2\u20ac\u0153 und der \u00e2\u20ac\u017eAnn\u00c3\u00a4herung an die Wahrheit\u00e2\u20ac\u0153 ein zentrales Element des zweiten. Dabei ziehe ich die Wissenschaftsgeschichte als Quelle praktischer Anwendungsf\u00c3\u00a4lle methodologischer Kriterien heran. Ich behandle entsprechend systematische Fragen der Methodenlehre unter Ber\u00fccksichtigung der historischen Perspektive.<\/div>\n<div class=\"fliesstext\">Im Themenbereich \u00e2\u20ac\u017eintertheoretische Beziehungen\u00e2\u20ac\u0153 stehen die begrifflichen Relationen zwischen unterschiedlichen Theorien im Vordergrund. In diesem Rahmen habe ich Untersuchungen zum Verh\u00c3\u00a4ltnis von psychologischen und neurophysiologischen Theorie vorgelegt und versucht, Philosophie des Geistes aus der Perspektive einer wissenschaftstheoretischen Analyse der modernen Psychologie zu betreiben. In den gleichen Bereich fallen auch Studien zur Aussagekraft theoriebeladener Theorienpr\u00fcfungen. Empirische Pr\u00fcfungen, die selbst auf Theorien zur\u00fcckgreifen, erwecken im Einzelfall den Anschein der Zirkularit\u00c3\u00a4t. Gleichwohl lassen sich eine Vielzahl methodischer Strategien angeben, die eine solche theorienbeladene Pr\u00fcfung signifikant werden lassen. Neuerdings zielen meine Arbeiten in diesem Themenkreis auf das Verh\u00c3\u00a4ltnis von Funktionen und ihren Realisierungen durch Mechanismen. Dabei geht es mir um die Kl\u00c3\u00a4rung der komplexen Beziehungen, die zwischen diesen unterschiedlichen begrifflichen Ebenen bestehen.<\/div>\n<div class=\"fliesstext\">Gegenw\u00c3\u00a4rtig arbeite ich im interdisziplin\u00c3\u00a4ren Rahmen des IWT und der interdisziplin\u00c3\u00a4ren Forschungsgruppe \u00e2\u20ac\u017eWissenschaft im Anwendungskontext\u00e2\u20ac\u0153 am ZiF zu epistemischen Charakteristika angewandter Forschung. Dabei geht es um die Frage, ob der starke Verwertungsdruck, dem die Wissenschaft ausgesetzt ist, Ver\u00c3\u00a4nderungen der wissenschaftlichen Methode zur Folge hat. Anwendungsorientierte Untersuchungen stellen in erheblichem Umfang nicht eine blo\u00dfe \u00c3\u0153bertragung bekannter Wissenschaftsbest\u00c3\u00a4nde auf praktisch relevante Problemstellungen dar, sondern umfassen auch Innovationen mit Ausstrahlungskraft in das Lehrgeb\u00c3\u00a4ude der Wissenschaft. Gegenstand meiner laufenden Forschungsvorhaben ist die Frage, ob die Theorienstrukturen, die sich in angewandten Forschungsbereichen ausbilden, und die Beurteilungskriterien, die f\u00fcr die Einsch\u00c3\u00a4tzung von theoretischen Innovationen herangezogen werden, charakteristische Abweichungen von epistemischen Disziplinen aufweisen oder nicht.<\/div>\n<p><a name=\"gen_id_108\"><\/a><\/p>\n<h3>Daten zum Lebenslauf<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/images\/all\/shim.gif\" border=\"0\" alt=\"\" vspace=\"0\" width=\"1\" height=\"6\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/images\/all\/1pixdkl_grau.gif\" border=\"0\" alt=\"\" vspace=\"0\" width=\"400\" height=\"2\" \/><\/h3>\n<table border=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"20%\">Geboren 1955<\/td>\n<td>in L\u00fcdenscheid<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1975-1981<\/td>\n<td>Studium: Physik, Philosophie und P\u00c3\u00a4dagogik, Univ. M\u00fcnster<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1984<\/td>\n<td>Promotion in Philosophie, Univ. M\u00fcnster (zur Chemiegeschichte im 18. Jh. im Licht der Methodologie Lakatos&#8217;)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1984 bis 1994<\/td>\n<td>Wissenschaftlicher Angestellter bzw. Akademischer Rat, Univ. Konstanz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1989<\/td>\n<td>Habilitation in Philosophie, Univ. Konstanz (zum Verh\u00c3\u00a4ltnis von Theorie und Erfahrung in Raum-Zeit-Theorien)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1994 bis 1998<\/td>\n<td>Professor f\u00fcr Philosophie, Univ. Heidelberg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ab 1998<\/td>\n<td>Professor f\u00fcr Philosophie, Univ. Bielefeld<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ab 2000<\/td>\n<td>Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ab 2003<\/td>\n<td>Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">April 2006 bis M\u00c3\u00a4rz 2007<\/td>\n<td valign=\"top\">Forschungsjahr der DFG (&#8220;F\u00f6rderinitiative Geisteswissenschaften&#8221; Thema: Wissenschaft im Anwendungskontext<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Oktober 2006 bis<br \/>\nSeptember 2007<\/td>\n<td valign=\"top\"><a class=\"intern\" href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/ZiF\/FG\/2006Application\/index.html\" target=\"_blank\">Forschungsgruppe am ZiF: Thema: Wissenschaft im Anwendungskontext<br \/>\n<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Februar 2008<\/td>\n<td valign=\"top\">Verleihung des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises der DFG<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">2002 bis 2008<\/td>\n<td valign=\"top\">Mitglied des Direktoriums des ZiF<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Ab 2008<\/td>\n<td valign=\"top\">Mitglied des Hochschulrats der Universit\u00c3\u00a4t Bielefeld<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>wikipedia:<br \/>\nMartin Carrier<br \/>\naus Wikipedia, der freien Enzyklop\u00c3\u00a4die<br \/>\nWechseln zu: Navigation, Suche<\/p>\n<p>Martin Carrier (* 7. August 1955 in L\u00fcdenscheid) ist ein deutscher Philosoph. Er ist einer der Tr\u00c3\u00a4ger des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises 2008.<\/p>\n<p>Carrier studierte von 1975 bis 1981 Physik, P\u00c3\u00a4dagogik und Philosophie an der Westf\u00c3\u00a4lischen Wilhelms-Universit\u00c3\u00a4t in M\u00fcnster. Dort erfolgte 1984 auch seine Promotion mit einer Arbeit zur Wissenschaftstheorie (\u00e2\u20ac\u017eAtome und Kr\u00c3\u00a4fte : Die Entwicklung des Atomismus und der Affinit\u00c3\u00a4tstheorie im 18. Jahrhundert und die Methodologie Imre Lakatos&#8217;\u00e2\u20ac\u0153). Die Habilitation erlangte Carrier 1989 mit einer Arbeit \u00fcber das Verh\u00c3\u00a4ltnis von Theorie und Erfahrung in Raum-Zeit-Theorien an der Universit\u00c3\u00a4t Konstanz, wo er bis 1994 t\u00c3\u00a4tig war. 1994 erhielt er eine Professur an der Universit\u00c3\u00a4t Heidelberg, 1998 folgte ein Ruf an die Universit\u00c3\u00a4t Bielefeld. Hier ist er Mitglied des Direktoriums des Zentrums f\u00fcr interdisziplin\u00c3\u00a4re Forschung (ZiF) und des Vorstandes des Instituts f\u00fcr Wissenschafts- und Technikforschung (IWT).<\/p>\n<p>Carrier ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.<\/p>\n<p>Der Schwerpunkt der Arbeit von Carrier ist die Wissenschaftsphilosophie, insbesondere die Frage, inwieweit der starke Verwertungsdruck auf anwendungsorientierte Forschung diese in ihrem erkenntnistheoretischen (\u00e2\u20ac\u017eepistemischen\u00e2\u20ac\u0153) Kern zu besch\u00c3\u00a4digen droht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pleug und ich haben uns am Freitag einen Vortrag von ihm angeh\u00f6rt. Sehr nice!!! &#8212;- uni bielefeld: Wissenschaftlicher Steckbrief Mein Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Wissenschaftsphilosophie. 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